Bio

Aufgewachsen in Südwestdeutschland als Franco-Schwabe, habe ich Grafikdesign studiert und eine Steinbildhauer-Ausbildung absolviert.
Schon als Kind, im Alter von sechs Jahren, begann ich, Autos zu zeichnen. In meiner Jugend tauchte ich in die Welt des Graffiti-Writing ein, während ich eine tiefe Verbundenheit mit elektronischer Musik entwickelte. Bereits als Kind liebte ich Mike Oldfield und Kraftwerk. Da Graffiti ein Bestandteil der HipHop-Bewegung war, passte ich schon damals mit meinem Musikgeschmack nicht genau hinein. Als DJ und Produzent versuchte ich, die Verbindung zu zeigen – beispielsweise, indem ich in meinen Sets Electro und Breakbeats (später Goa mit Breaks) immer wieder miteinander verknüpfte. Meine Buchstabenstile aus dem Graffiti lehnten sich förmlich stark an mein Autodesign an, das mich nie ganz verlassen hat. Es fühlte sich fast wie eine Sucht an, da es so einfach floss. Irgendwann wurde mir das HipHop-Konstrukt zu eng und dogmatisch, und ich erforschte meinen Ausdruck in der freien Kunst, wenngleich ich damals noch wenig Konkretes auszudrücken hatte. Zeitgenössische Kunst war mir eher zuwider, und ich grenzte mich bewusst davon ab. Ich schämte mich nie dafür, dass meine Werke einfach nur schön sein sollten, ohne jede politische Bedeutung oder dergleichen. Eine Zeit lang war meine Kunst von Streetart beeinflusst und zwangsläufig durch angewandte Formen in Grafikdesign und Dekorationsmalerei geprägt. Ich wollte immer mehr Techniken kennenlernen, um Kunst in allen Bereichen zu etablieren – so, dass man nicht mehr erkennen kann, wo sie beginnt und wo sie endet. Alles sollte ineinander verwebt sein. Ich war ein Effekthascher. In der Zeit meiner Praktika als Bühnenmaler, Dekorations- und Illusionsmaler entdeckte ich meine Faszination für die Kunst der alten Zeit. Ornamentik wurde das Medium, das mir in dieser kalten, nihilistischen, rechtwinkligen Welt gefehlt hatte. Doch ich musste unbedingt mein Vaterland kennenlernen und wahrhaftig darin leben. So zog ich nach Montpellier und näherte mich erneut dem Transportation Design, in dem ich ein einjähriges Ausbildungsmodul als Karosseriebauer absolvierte. Währenddessen wuchs in mir die Erkenntnis, dass man auch andere Alltagsgegenstände schön und dynamisch gestalten kann, wie etwa Leuchten oder Sessel. Langsam dämmerte die Ahnung, dass Häuser das Nützlichste sind, was der Mensch je in materieller Form erschaffen hat. Da es nun immer mehr um funktionale Gegenstände ging, entwickelte sich eine Suche nach pragmatischen, stabilen, nachhaltigen, günstigen, regionalen, gesunden und natürlichen Qualitäten, die dabei eine Rolle spielen. Der Idealismus kam ins Spiel. Ich träume von einer Welt, in der alle das Recht haben, glücklich zu sein.
Ich absolvierte noch eine Steinbildhauerausbildung und arbeitete einige Jahre in der Grabsteinbranche.
Nun mache ich eine Ausbildung in Lehmgestaltung.
In den letzten Jahren faszinieren mich zunehmend Spiralmuster jeglicher Art, egal ob numerisch generiert, mit einem Spirografen oder Zirkel erzeugt. Ich erkenne darin Parallelen zum Phänomen des Raum-Zeit-Kontinuums. Und nach langer Zeit sehe ich auch immer mehr einen Sinn und eine Aussagekraft in meiner Kunst: Sie wird zur Repräsentation oder zum Medium für die göttliche Schöpfung.
Die Themen, die mein Innerstes bewegt haben und es noch tun, habe ich bisher wenig ausgedrückt, da ich mich viel mit «kritischen Themen» auseinandergesetzt habe. Nun finden sie erstmals Ausdruck in Form von Stichworten, die eine Lawine von Diskussionen auslösen werden – anhand von T-Shirt-Motiven und Ähnlichem.
Mein Traum ist eine Welt, in der glückliche, bewusste Menschen in ästhetischen Gärten und Häusern leben, im Einklang mit der Natur, im Wohlstand und in Selbstverantwortung.
Seit einem Jahr beeinflusst mich Frieda van Rooyen massiv; sie hat die Reanimation meines künstlerischen Daseins und meiner Gesundheit erst möglich gemacht.